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Jurgrad gGmbH Münster - Steuerwissenschaften, Steuerrecht

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Interview mit Helder Schnittker, LL.M., P+P Pöllath + Partners, Absolvent des Jahrgangs 2002/2003

Zur Person


Helder Schnittker (32) arbeitet als Rechtsanwalt bei der Kanzlei P+P Pöllath + Partners in Berlin. Von Oktober 2002 bis August 2003 absolvierte er den Weiterbildungsstudiengang Steuerwissenschaften der Universität Münster.Schnittker studierte zunächst Jura in Münster, Manchester (GB) und Köln. Nach dem Referendariat und 2. Staatsexamen arbeitete er zwei Jahre als Anwalt (davon ein Jahr in den USA), bevor er zu Pöllath + Partners wechselte. Dort beschäftigt er sich ausschließlich mit Steuerrecht.

Warum haben Sie sich für den Weiterbildungs-Studiengang "Steuerwissenschaften" entschieden?

Vor allem wollte ich meine Wissensbasis erweitern. Als Anwalt beschäftige ich mich in der Regel nur mit zwei bis drei Steuerarten, zum Beispiel im Unternehmenssteuerrecht vornehmlich mit der Körperschaft-, Einkommen- und Gewerbesteuer. Die Beratung im einen Bereich hat häufig aber auch Auswirkungen auf andere Bereiche beim Mandanten. Mit dem Studiengang erarbeitete ich mir das notwendige Basiswissen, um eine noch bessere Beratung leisten zu können.

Was hat Sie sonst noch motiviert?

Sehr motiviert hat mich die Aussicht, hochkarätige Dozenten zu erleben - Richter vom Bundesfinanzgerichtshof, die das Rechtswesen fortentwickeln. Dazu kommt: Als Jurist fehlten mir betriebswirtschaftliche Kenntnisse. Etwa, welche wirtschaftlichen Auswirkungen die Wahl einer bestimmten Rechtsform für die Gesellschaft und ihre Gesellschafter hat oder welche Folgen eine um nur einen Prozentpunkt höhere oder niedrige Steuer auf die Dauer mehrerer Jahre für den Steuerpflichtigen und den Staat hat. Auch das vermittelte der Studiengang.

Wie ließen sich Beruf und Studium verbinden?

Das Studium erfolgt an 20 Blockveranstaltungen - jeweils von Donnerstag bis Samstag. Das bedeutet zehnmal zwei lange Wochenenden im Monat. (Anmerkung des Ausrichters des Studiengangs: Seit dem Jahrgang 2005/2006 finden die Veranstaltungen nur noch einmal im Monat statt.) Dazu rund 10 bis 15 Stunden pro Woche zur Nachbereitung. Klar ist, dass das viel Disziplin erfordert. Mein Arbeitgeber zeigte sich jedoch extrem großzügig und unterstützte mich sehr. Für die Blockseminare stellte mich die Kanzlei frei. Wir haben vereinbart, dass ich die Zeit später in Form von Überstunden nachholen werde.

Welches Ziel verfolgen Sie als nächstes?

Als Wirtschaftsanwalt mit LL.M. und fundierten Kenntnissen im Steuerrecht habe ich die Grundlagen für hochwertige Beratungstätigkeiten. Als nächsten Schritt möchte ich die Prüfung zum Steuerberater absolvieren. Mit dem Studiengang Steuerwissenschaften ist der Weg dahin viel kürzer geworden.

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