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Jurgrad gGmbH Münster - Steuerwissenschaften, Steuerrecht

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Interview mit Christoph Philipp, LL.M., Tchibo, Absolvent des Jahrgangs 2002/2003

Zur Person


Christoph Philipp arbeitet als Vorstandsassistent bei Tchibo in Hamburg. Von September 2002 bis August 2003 absolvierte er den Weiterbildungsstudiengang Steuerwissenschaften der Universität Münster. Nach einer Banklehre bei der Deutschen Bank studierte Philipp zunächst Jura in Berlin und Münster. Nach dem Referendariat arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Arbeits-, Sozial- und Wirtschaftsrecht an der Universität Münster. Dort wurde er auf den Studiengang Steuerwissenschaften aufmerksam.

Warum haben Sie sich für den Weiterbildungsstudiengang "Steuerwissenschaften" entschieden?

Das Studium vermittelt mit dem Steuerrecht eine der Schlüsselqualifikationen für eine Karriere in der Wirtschaft. Der Arbeitsmarkt für Juristen ist derzeit so schlecht, dass man sich nicht mehr lediglich durch gute Examina von den Kommilitonen absetzen kann; gefragt sind vielmehr Zusatzqualifikationen. Insbesondere im Beratungsbereich, das heißt in Unternehmensberatungen, in Wirtschaftsprüfungsgesellschaften aber auch in Wirtschaftskanzleien sind steuerrechtliche Kenntnisse zwingend erforderlich, wurden jedoch im Studium kaum vermittelt. Zudem reizte mich der Titel - der LL.M. ist international hoch angesehen.

Was hat Ihnen am Studium besonders gefallen?

Anders als aus Vorlesungen im Studium gewohnt, fand der Unterricht in einem kleinen und angenehmen Umfeld statt. Zudem beruhte die Motivation zur Teilnahme an den Vorlesungen auch auf den engagierten und renommierten Dozenten, die sich aus BFH-Richtern, Professoren und Anwälten aus Top-Wirtschaftsrechtskanzleien zusammensetzten. Gut gefallen hat mir auch die Struktur des Studiums: einmal, dass man Steuerwissenschaften berufsbegleitend studieren kann. Dann aber auch, dass man immer zu Beginn des folgenden Moduls die Klausur zum vorangegangenen schreibt - und nicht wie im Jura-Studium alle Klausuren am Ende. Schließlich: die hervorragende Betreuung. Vor allem Frau Schoofs kümmerte sich sehr um uns, hielt uns mit Infos auf dem Laufenden und sorgte dafür, dass wir uns immer wohl fühlten.

Welchen Arbeitsaufwand hatten Sie?

Die Blockveranstaltungen fanden alle vierzehn Tage von Donnerstag bis Samstag statt (Anmerkung: Die Blockveranstaltungen finden seit dem Durchgang 2005/2006 nur noch einmal im Monat von Donnerstag bis Samstag statt). Zusätzlich musste ich meist noch einen Tag pro Woche investieren, an dem ich den Stoff nachbereitete. Dies war mit den umfassenden Skripten, mit denen uns jeder Dozent versorgte, sehr gut möglich.

Wie sicher fühlen Sie sich heute im Steuerrecht?

Ich fühle mich sicher. In meiner Arbeit als Vorstandsassistent bei Tchibo kommen mir meine Kenntnisse sehr zugute, da ich zu Steuerfragen oft als Ansprechpartner gesucht werde.

Welchen Tipp können Sie künftigen Teilnehmern geben?

Mein Tipp ist: keine Berührungsängste haben, selbst wenn man keine Vorkenntnisse im Steuerrecht hat. Sicherlich ist der Studiengang mit Arbeit verbunden. Jedoch ist der mit diesem Arbeitseinsatz verbundene Wissensvorsprung immens, den man gegenüber Berufskollegen durch diesen Studiengang gewinnt. Zudem eröffnet man sich beruflich nahezu einen weiteren Arbeitsmarkt, da diese Kenntnisse sicherlich für sämtliche beratende Berufe förderlich sind.

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